Motivation der Teammitglieder stärken

Motivation im Team fördern – leichter gesagt als getan. Doch ein unmotiviertes Team, in dem Sie alles allein machen müssen, ist auch nicht die Lösung.
Wie gelingt es, Ihre Mitarbeiter dazu zu bewegen, sich mehr in die tägliche Arbeit einzubringen?

Motivation können Sie leider nicht anknipsen. Will sich jemand einbringen, wird er es auch von sich aus tun. Will sich jemand nicht einbringen, wird er mauern. Was immer seine Gründe hat. Denn jeder Mitarbeiter sollte von selbst motiviert sein, seine Arbeit zu tun. Schließlich hat er sie sich ja ausgesucht. Was ein gewisses Interesse voraussetzt.

Analysieren Sie lieber Ihr Team!
Wenn Sie Ihre Teammitglieder besser kennen, können Sie auch gezielter ihre Motivation fördern. Das hat nichts mit Manipulation zu tun. Sondern mit umsichtiger Lenkung und Leitung. Denn es gilt, die Aufgaben von den Kollegen erledigen zu lassen, die sie am besten können und zu denen sie auch am besten passen.

Was motiviert das einzelne Teammitglied?

Was jemanden anspornt sich zu engagieren, ist von Mensch zu Mensch höchst unterschiedlich. Deshalb bekommen Sie hier kein Patentrezept. Sondern ich möchte Sie auffordern, sich mit Ihren Teammitgliedern zu befassen. Das bringt nicht nur kurzfristigen Erfolg, sondern wird Ihnen helfen, die richtigen Anreize für die Zusammenarbeit zu setzen.

Ja, das kostet etwas Zeit und Denkarbeit. Doch was die ganzen Motivationsgurus nach meinem Empfinden immer vernachlässigen ist, dass es nicht um kurzfristige Motivation geht. Wenn Ihnen langfristiges gutes Teamwork wichtig ist, werden Sie nicht daran vorbei kommen, sich mit den Menschen zu befassen.

Daher fragen Sie sich folgende Dinge über Ihre Teammitglieder:

– Was sind ihre Stärken?
– Welche persönlichen Einstellungen haben sie?
– Welche Kompetenzen und Erfahrungen bringen sie mit?
– Welche Interessen haben sie?
– Welche Themen bevorzugen sie?
– Was macht ihnen Spaß?

Es geht hier nicht darum, eine psychische Tiefenanalyse zu machen. Sondern achten Sie darauf, wie sich Ihre Teammitglieder verhalten und was sie sagen. Wenn Ihnen etwas auffällt, dann notieren Sie das.

Motivation durch Klarheit

Viele Menschen kommen nicht ins Handeln, weil es an Klarheit fehlt. Wo soll es hingehen, was ist das Ziel?
Wenn Sie in den Urlaub fahren, wollen Sie doch auch wissen, wohin es geht, damit Sie wissen, was Sie einpacken müssen. Genauso ist es bei der Teamarbeit.

Lena Hall beschreibt, wie man klar Aufgaben verteilt.

Daher muss für alle im Team klar sein, was genau erreicht werden soll.
Bis wann muss was erledigt sein?
Welche Ressourcen werden dafür benötigt – materiell, zeitlich und von jedem Einzelnen?
Welche Aufgaben stehen genau an, um das Ziel zu erreichen?
Was muss noch beachtet werden?

Herrscht Klarheit über die Aufgaben, Themen und den zeitlichen Aufwand, finden sich Arbeitsgruppen viel leichter zusammen. Denn nun kann jeder einschätzen, was er investieren muss. Selbst wenn das etwas Mehraufwand bedeutet, kann das in Kauf genommen werden, weil das Thema interessiert oder derjenige einfach Spaß an bestimmten Aufgaben hat.

Freude und Interesse sind sehr wirksame Triebkräfte.

Also sorgen Sie für Klarheit!

Stärken nutzen

Wenn Sie Ihr Team kennen und für Klarheit gesorgt haben, dann können Sie natürlich dieses Wissen auch nutzen, um die Zusammenarbeit zu lenken. Sie wissen, wer welche Stärken hat, welche Kompetenzen und Fähigkeiten und können diese Mitarbeiter gezielt ansprechen.

Wenn jemand etwas gut kann, ist er eher bereit, sich einzubringen, als wenn er etwas erst lernen muss. Denn das bedeutet mehr Aufwand. Wozu nicht jeder bereit ist.
Die Motivation steigt sogar noch, wenn Sie eine Aufgabe haben, für die jemand brennt.

Hat eine Kollegin ein Talent zum Reden und auch Spaß daran? Dann fragen Sie sie, ob sie die Teambesprechungen moderieren würde.
Ist jemand leidenschaftlich in der IT-Welt unterwegs? Bieten Sie ihm an, als Ansprechpartner für dieses Thema zur Verfügung zu stehen.
Wenn Sie feststellen, dass jemand aus Ihrem Team besonders gut im Recherchieren von Informationen ist, beauftragen Sie ihn mit solchen Angelegenheit. Auch wenn das vielleicht nicht unbedingt zu seinem Aufgabenfeld gehört.

Motivation durch Sinn

Menschen sind sehr gut zu motivieren, wenn Sie Dinge tun, die sie als sinnvoll empfinden. Was jemand als sinnvoll empfindet, ist zwar auch wieder sehr individuell. Stellen Sie heraus, warum eine Arbeit oder eine Aufgabe wichtig für das Team oder das Unternehmen ist. Was hat die Firma davon? Was haben Ihre Kollegen davon?

Setzen Sie Anreize, indem Sie Verantwortung übertragen. Das kann für Menschen ein großer Antrieb und sehr sinnvoll sein. Insbesondere dann, wenn sie im normalen Arbeitsalltag keine Verantwortung übernehmen dürfen, obwohl sie gerne würden. Berücksichtigen Sie dabei ihre Interessen und Vorlieben.

Dinge gestalten zu dürfen, empfinden Menschen als sinnvoll. Halten Sie Ausschau nach Möglichkeiten, in denen Mitarbeiter die Rahmenbedingungen für die Arbeit beeinflussen können. Das heißt nicht, dass nun jeder im Team machen können soll, was er will. Als Führungskraft sollten Sie die Zügel in der Hand behalten. Jedoch gibt es sicher hier und da Gelegenheiten, in denen Sie Ihren Kollegen Gestaltungsfreiheit geben können. Nutzen Sie diese Triebkraft, um die Motiavtion zu fördern.

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Motivation durch Unterstützung

Wenn die Zeit knapp ist, Wissen oder Fähigkeiten fehlen, dann ist Unterstützung ein großer Motivationsfaktor. Wenn Sie selbst mehr Unterstützung durch Ihre Teammitglieder haben möchten, dann ist es selbstverständlich, dass Sie diese auch an die anderen geben. Wo können Sie also als Führungskraft unterstützen, Prozesse lenken, Arbeitsergebnisse zusammenfügen?

Haben Sie ein Auge darauf, wer wen unterstützen könnte.
Werden Experten benötigt? Dann kümmern Sie sich darum und holen Sie sie ins Boot.

Vergessen Sie auch nicht das Zwischenmenschliche. Pflegen Sie die persönliche Beziehung zu Ihrenn Teammitgliedern. Das heißt nicht, das alle beste Freunde sein sollen. Es schadet jedoch auch nicht, mal abseits der Arbeit miteinander zu sprechen. Über alltägliche Dinge zu quasseln, miteinander zu lachen und wirklich Interesse zu haben, wie es dem anderen geht, fördert den Zusammenhalt und auch den Spaß. Sie lernen sich besser kennen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit entsteht viel einfacher.

Ein ehrliches Lob unterstützt die Motivation ungemein. Also achten Sie darauf, dass Sie Ihre Kollegen auch loben, wenn sie gute Arbeit leisten. Wir alle brauchen nämlich mehr Lob als wir denken. 🙂

Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, die Motivation langfristig zu fördern. Wenn es in Ihrem Team an Unterstützung mangelt, überprüfen Sie doch mal, welcher dieser Punkte verbessert werden kann. Bleiben Sie dabei realistisch und geduldig. Wenig Motivation ändert sich nicht von heute auf morgen.

Sie müssen nichts erzwingen. Schauen Sie, was machbar ist und sich im Moment anbietet. Nutzen Sie die Gelegenheiten und bleiben Sie kontinuierlich am Ball. Dann kann sich langfristig mehr Motivation im Team entwickeln.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen.


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