Sie wollten Ihre Gewohnheiten ändern, und es hat schon wieder nicht geklappt? Kein Wunder, denn die Forschung zeigt, dass neue Gewohnheiten nicht in 21 Tagen automatisiert werden (Studie von Phillippa Lally). Doch das ist nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist, dass wir uns mit falschen Erwartungen, alten Mustern und der Angst, auf unser Bauchgefühl zu hören, selbst im Weg stehen. Besonders als Frau in Führung.
Frauen stehen vor der Herausforderung, dass sie gelernt haben, sich anzupassen, zu leisten, zu kämpfen und dabei ihr wahres Ich zu verbergen. Doch das kleine Mädchen von damals, das genau wusste, was es will, steckt noch in Ihnen. Es will raus. Aber es hat Angst. Angst, nicht mehr geliebt zu werden. Angst, in einer Welt, die Rationalität belohnt, auf Intuition und Bauchgefühl zu setzen.
Dabei ist genau diese Körperweisheit die Quelle zu echter Führungskraft.
Die Lüge der 21 Tage und was die Wissenschaft wirklich sagt
Die Idee, dass man in 21 Tagen eine neue Gewohnheit etabliert, geistert seit Ewigkeiten durch die Literatur und das Internet. Aus eigener Erfahrung kann ich das nicht bestätigen. Manchmal schaffe ich es, ein Verhalten in ein paar Tagen zu ändern. Manchmal dauert es Monate. Genau das ist die Realität! Eine Studie von Phillippa Lally (Medical Research Council) zeigt, dass die Dauer, bis eine Handlung zur Gewohnheit wird, zwischen 18 und 254 Tagen liegt! Und zwar je nach Person, Gewohnheit und Umfeld.
Die 21 Tage sind da wohl eher ein Marketing-Trick.
Warum diese Spanne? Weil unser Gehirn Zeit braucht, um neue neuronale Verbindungen zu bilden. Neuroplastizität nennt man diese Fähigkeit unseres Gehirns, sich durch Lernen und Erfahrungen umzustrukturieren. Genau diese Fähigkeit nutze ich in meiner Arbeit mit Führungskräften. Wir trainieren nicht nur neue Handlungen, sondern verändern auch die Glaubenssätze und Antreiber dahinter.
Denn eine Gewohnheit ist mehr als eine Handlung. Sie ist mit Emotionen, Überzeugungen und körperlichen Reaktionen verknüpft. Wenn Sie also versuchen, eine ihre Gewohnheiten zu ändern, aber innerlich noch immer der Glaube tief sitzt Ich schaffe das nie, wird Ihr Unbewusstsein Sie sabotieren. Egal, wie sehr Sie sich bemühen.
5 Denkfehler, die Sie als Führungskraft zurückhalten und wie Sie sie überwinden
Als Frau in einer Führungsposition stehen Sie vor besonderen Herausforderungen. Sie müssen nicht nur Ergebnisse liefern, sondern oft auch doppelt so hart kämpfen, um anerkannt zu werden. Dabei tappen viele in dieselben Fallen. Fallen, die Sie selbst aufstellen. Hier sind die fünf häufigsten Denkfehler, die ich in meiner Arbeit mit Kundinnen immer wieder beobachte:
1. Aufgeben, wenn Gewohnheiten ändern nicht sofort klappt
Der Fehler: Sie erwarten linearen Fortschritt und wenn nach drei Wochen nichts anders ist, geben Sie auf.
Die Realität: Veränderung ist keine Gerade, sondern eine Achterbahn. Es gibt Tage, an denen alles flutscht. Dann gibt es wieder Tage, an denen Sie sich fragen, warum Sie überhaupt angefangen haben. Widerstand ist normal.
Die Lösung: Akzeptieren Sie, dass Rückschläge dazugehören. Fragen Sie sich: Was kann ich aus diesem Rückschlag lernen?“ statt „Warum klappt das nicht?
2. Nur die Symptome behandeln
Der Fehler: Sie wollen schnell den Stress loswerden, aber nicht Ihre Arbeitsweise ändern. Sie suchen nach einer Pille gegen die Symptome, statt die Ursache zu finden.
Die Realität: Wenn Sie immer nur die Symptome bekämpfen, kommen Sie nie an die Wurzel des Problems.
Die Lösung: Gehen Sie der Frage nach: Was löst diesen Stress aus? Was steckt wirklich dahinter? Oft sind es unbewusste Überzeugungen wie Ich darf nicht schwach wirken oder Ich darf keine Fehler machen, die Sie ausbremsen.
3. Keine Begleitung suchen
Der Fehler: Ich schaffe das allein. Sie lesen Bücher, hören Podcasts, versuchen es mit Willenskraft. Aber ohne Feedback und Unterstützung.
Die Realität: Gewohnheiten zu ändern gelingt am besten mit Begleitung und Unterstützung. Mit jemandem, der Sie versteht, herausfordert und an Sie glaubt.
Die Lösung: Holen Sie sich Unterstützung, sei es durch Coaching, Mentoring oder eine vertraute Person, die Sie auf Ihrem Weg begleitet. Sie müssen nicht alles allein schaffen.
4. Zweifel an sich selbst
Der Fehler: Kann ich mich überhaupt ändern? Sie verfallen in alte Muster, zweifeln an Ihrer Fähigkeit, etwas zu verändern, und landen in einer negativen Gedankenspirale.
Die Realität: Ja, Sie können sich ändern. Ihr Gehirn ist plastisch. Es kann sich ein Leben lang verändern. Und Ihr Körper weiß oft besser als Ihr Kopf, was gut für Sie ist.
Die Lösung: Vertrauen Sie auf Ihre Körperweisheit. Wenn Sie ein Grummeln im Bauch spüren, wenn Sie eine Entscheidung treffen sollen, dann hören Sie darauf. Ihr Bauch lügt nicht.
5. Erwarten, dass andere sich ändern
Der Fehler: Wenn nur mein Chef/Team/Kunde/Partner… Sie warten darauf, dass sich andere verändern, statt selbst aktiv zu werden.
Die Realität: Die einzige Person, die Sie ändern können, sind Sie selbst.
Die Lösung: Fragen Sie sich: Was ist mein Anteil an dieser Situation? Was kann ich tun, um die Dynamik zu verändern? Als ehemalige Betriebsratsvorsitzende habe ich gelernt, dass ich konnte niemanden zwingen konnte. Aber ich konnte mich selbst so verändern, dass andere mitzogen. Das war mein erster Schritt zur echten Führung.
Das Mädchen in Ihnen ist die Quelle zu Ihrer Führungskraft
Erinnern Sie sich noch an das kleine, wilde Mädchen, das Sie einmal waren? Das wusste genau, was es wollte. Ohne Zweifel, ohne Anpassung, ohne die Frage Darf ich das überhaupt?
Auf dem Weg zur Führungskraft haben viele Frauen gelernt, dieses Mädchen zu verstecken. Sie haben gelernt, sich anzupassen, zu leisten, zu kämpfen und dabei ihr wahres Ich unter Druck und Erwartungen zu begraben. Doch dieses Mädchen existiert noch. Es steckt in Ihnen. Und es will raus.
Vertrauen ins eigene Fühlen ist eine große Herausforderung
Die größte Hürde für Frauen in Führung ist es, das zu tun, was sich richtig anfühlt, auch wenn es nicht rational begründbar ist. In der Geschäftswelt ist das oft verpönt. Schließlich muss man(n) doch Argumente haben!
Doch wie oft haben Sie schon gedacht Hätte ich doch auf meinen Bauch gehör!? Wie oft haben Sie eine Entscheidung getroffen, die logisch klang, aber sich falsch anfühlte und es dann bereut?
Ihr Körper weiß, was gut für Sie ist. Auch bei beruflichen Entscheidungen. Die Frage ist: Hören Sie zu?
Warum das so schwerfällt
- Angst vor Ablehnung: Werde ich dann noch geliebt und akzeptiert, wenn ich ich selbst bin?
- Druck, rational zu handeln: In einer von Männern dominierten Geschäftswelt wird Intuition oft als „unprofessionell“ abgetan.
- Selbstzweifel: Darf ich das überhaupt? Was werden die anderen sagen?
Doch genau diese Körperweisheit macht Sie zu einer echten Leaderin. Denn echte Führung kommt nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Bauch.
So finden Sie heraus, welche Gewohnheiten Sie bremsen und wie Sie sie ändern
Sie wissen jetzt, warum Veränderung Zeit braucht und was Sie zurückhält. Aber wie setzen Sie das in die Praxis um? Hier ist ein erster, konkreter Schritt, den Sie sofort gehen können:
Schritt 1: Ihre hinderlichen Gewohnheiten identifizieren
Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und notieren Sie:
- Welche Gewohnheiten halten Sie aktuell zurück?
- Wo verhalten Sie sich anders, als Sie es eigentlich möchten?
Beispiele:
- Ich sage immer Ja, obwohl ich eigentlich gar nicht will
- Ich bearbeite abends noch E-Mails, obwohl ich eigentlich abschalten will.
- Ich gehe einer Konfrontation aus dem Weg, obwohl mich das Verhalten einer Mitarbeiterin ärgert.
Schritt 2: Körperreaktionen beobachten
Erstellen Sie eine einfache Tabelle, um zu erkennen, wie sich diese Gewohnheiten körperlich anfühlen:
| Hinderliche Gewohnheit | Wie fühlt es sich an, wenn sie auftritt? |
|---|---|
| Z. B. Ich weiche Konflikten aus. | Druck in der Brust, Ärger, Gedankenkarussell |
| Z. B. Ich sage Ja, obwohl ich Nein meine. | Enge im Hals, Frust, Anspannung im Körper |
Ihre Körperreaktionen sind ein Frühwarnsystem. Sie zeigen Ihnen, wo der Schuh drückt und was Ihr Körper Ihnen sagen will. Wenn Sie zum Beispiel jedes Mal Druck in der Brust spüren, wenn Sie eine Entscheidung treffen, die sich nicht richtig anfühlt, dann ist das ein klares Signal, dass Sie gegen Ihre innere Stimme handeln.
Schritt 3: Eine Gewohnheit austauschen
Wählen Sie eine Gewohnheit aus Ihrer Liste aus und ersetzen Sie sie durch eine kleine, machbare Änderung.
Beispiele:
- Statt Ich unterbreche andere.→ Ich atme einmal tief durch, bevor ich antworte.
- Statt Ich sage immer Ja. → Ich sage: „Ich denke drüber nach und melde mich.“ (Das gibt Ihnen Zeit, in sich hineinzuhorchen.)
- Statt Ich bearbeite abends E-Mails. → Ich schließe meinen Laptop um 19 Uhr und gönne mir etwas Schönes.
Wichtig: Es geht nicht um große Gesten, sondern um Konsistenz. Ein kleiner Schritt jeden Tag bringt mehr als ein großer Schritt, den Sie nach einer Woche wieder aufgeben. So können Sie nach und nach Ihre Gewohnheiten ändern.
Warum Begleitung wie ein Joker ist
Veränderung ist möglich. Sie gelingt am besten mit Begleitung. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und meine Klienten staunen immer wieder über die Wirkung unserer Zusammenarbeit. In meinem Coaching und Mentoring für Frauen in Führung arbeiten wir u.a. daran
- Antreiber und Bedürfnisse zu klären,
- Glaubenssätze zu verändern (mit Methoden, die wirklich zu Ihnen passen),
- Körperweisheit zu nutzen (denn Ihr Bauch weiß oft mehr als Ihr Kopf),
- Klarheit und Präzision zu schaffen (damit Sie wissen, wie Sie Ihr Ziel erreichen).
Meine Kundinnen erleben, dass sie nicht allein sind. Jeder Schritt, egal wie klein, bringt sie ihrem Ziel näher. Denn Veränderung ist kein Sprint. Sie ist ein Marathon. Aber einer, den Sie gewinnen können, wenn Sie dranbleiben.
Ihr nächster Schritt: Der Wegweiser für Frauen in Führung

Sie wollen sofort loslegen? Dann laden Sie sich meinen kostenlosen Wegweiser für Frauen in Führung herunter. Dieser Leitfaden hilft Ihnen
✔ hinderliche Gewohnheiten zu erkennen, die Sie unbewusst bremsen,
✔ Ihre Körperweisheit wieder zu entdecken, denn Ihr Bauch weiß oft mehr als Ihr Kopf,
✔ konkrete Schritte zu gehen, die nachhaltig wirken.
Sie sind nicht allein – ich begleite Sie
Sie wissen jetzt, warum es Zeit braucht, seine Gewohnheiten zu ändern und wie Sie erste Schritte gehen können. Aber vielleicht fragen Sie sich:
- Wie schaffe ich das in meinem stressigen Alltag?
- Was ist der nächste Schritt für mich?
- Wie finde ich heraus, welche Methode zu mir passt?
In einem kostenlosen Orientierungsgespräch finden wir heraus, wo Sie gerade stehen und wie ich Sie unterstützen kann. Ohne Verpflichtung, ohne Druck. Einfach, weil ich weiß, wie wichtig es ist, auf sein Bauchgefühl zu hören.




